FAQ zu Allergie

Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Allergien

Sind Sie unsicher, ob Ihre Beschwerden mit einer Allergie zusammenhängen? Nehmen Sie bei sich oder in Ihrem Umfeld Symptome wie Augenjucken, Augenbrennen, tränende oder entzündete Augen wahr, die sich keiner direkten Ursache zuordnen lassen? Gerne gibt Ihnen Micro Labs Informationen an die Hand, wie Sie Ihre Symptomatik richtig einordnen können. Micro Labs beantwortet die wichtigsten Fragen, die im Zusammenhang mit allergischen Reaktionen auftauchen und zeigt, was Sie dagegen tun können. Sie erfahren hier, wie sich Symptome mit Augentropfen bei Allergien lindern lassen. Bei Verdacht auf eine Allergie wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind typische Ursachen für eine Allergie?

Wussten Sie schon, dass mittlerweile über 20.000 Auslöser für Allergien bekannt sind? Folglich ist es nicht immer einfach herauszufinden, welche genauen Ursachen allergischen Beschwerden zugrunde liegen. Ebenso vielfältig wie die Auslöser sind die Symptome, die mit Allergien einhergehen können. Sie reichen von Niesattacken über Husten, Atemnot bis hin zu Gelenkschmerzen, Neurodermitis oder Magen-Darm-Problemen.

Welche Arten von Allergien gibt es?

Um Allergien besser einordnen zu können, werden sie in unterschiedliche Typen eingeteilt. Die Einordnung bezieht sich dabei auf die Art und Weise, wie das Immunsystem auf allergieauslösende Substanzen reagiert.

Allergie Typ I erfasst sogenannte Soforttyp-Allergien. Die Reaktion des Immunsystems auf das Allergen erfolgt innerhalb von Sekunden oder Minuten, indem IgE-Antikörper die Freisetzung von Histamin und ähnlichen Botenstoffen vermitteln. Dazu zählen u.a. Allergien gegen Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Nahrungsmittel, Insektengifte oder Tierhaare. Etwa 90 Prozent aller Allergien sind Typ I Allergien. Heuschnupfen ist ein typischer Vertreter des Allergie Typ I.

Allergie Typ II fasst Allergien zusammen, denen eine zytotoxische Reaktion zugrunde liegt. Dabei bildet der Körper Antikörper gegen Bestandteile von Körperzellen. Die Antikörper des Immunsystems erkennen diese Zellstrukturen und starten eine Abwehrreaktion. Als Beispiel gilt die Bildung von Antikörpern bei Bluttransfusionen, bei denen die falsche Blutgruppe genutzt wurde.

Allergie Typ III ist eine seltene Reaktion, bei der sich Komplexe aus Allergenen und Antikörpern bilden, sogenannte Immunkomplexe. Diese lagern sich im Blut und im Gewebe ab.

Allergie Typ IV ist neben Typ I der am häufigsten vorkommende Allergietyp. Aufgrund seiner verzögerten Reaktion von 24 bis zu 48 Stunden zwischen Kontakt und Symptomen wird er auch als Spätallergietyp bezeichnet. Die Abwehrreaktion wird nicht durch Antikörper hervorgerufen, sondern durch T-Lymphozyten, einer Gruppe weißer Blutzellen zur Immunabwehr. Es handelt sich somit um eine zellvermittelte Allergie.

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Was sind die Hauptauslöser von Allergien?

Meist handelt es sich bei den Allergieauslösern um Blütenstaub von frühblühenden Bäumen bzw. Sträuchern und Pflanzen wie Hasel, Birke und Erle sowie Kräuter und Gräser. Diese Pollenallergien werden auch als Heuschnupfen oder allergische Rhinitis bezeichnet. Daneben kommen bedingt durch den Klimawandel andere Allergieauslöser hinzu. Auch weltweite Handelsbeziehungen bringen neue Allergene zu uns.

Welche Symptome können mit einer Allergie verbunden sein?

Die Pollenallergie zeigt sich durch Entzündungsreaktionen, wenn Pollen mit den Schleimhäuten in Berührung kommen. Betroffene leiden dann häufig unter tränenden und juckenden Augen oder gar einer Bindehautentzündung. Es kann außerdem Fließschnupfen auftreten oder eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Weitere Symptome können Atemnot oder eine Anaphylaxie sein. Auch Husten ist möglich, ebenso allergische Reaktionen der Haut wie Quaddelbildung, Juckreiz und Nesselsucht. Unbehandelt kann aus einer Allergie ein Asthma bronchiale entstehen. Bei der Intensität der allergischen Reaktion spielen Umgebungsbedingungen wie Witterung, Temperatur oder Wind eine Rolle. Zudem können Luftschadstoffe, Stickoxide und Ozon die allergische Reaktion verstärken.

Wie wird eine Allergie diagnostiziert?

Bei Allergietests wird eine allergische Reaktion gezielt und kontrolliert hervorgerufen. In der Regel erfolgt die Diagnose einer Allergie über Hauttests. Dabei werden Pollenextrakte, Hausstaubmilben oder andere Allergene mit der Haut in Berührung und mit einer Nadel unter die Hautoberfläche gebracht. Medizinisch wird dieses Verfahren als Pricktest bezeichnet. Bei einem Intrakutantest wird eine gering dosierte Menge Allergenextrakt auf dem Rücken unter die Haut gespritzt. Bei dieser Methode kann die Empfindlichkeit gegen schwache Allergene nachgewiesen werden. Bei beiden Tests liegt dann eine Allergie vor, wenn sich um die Einstichstelle herum nach 20-30 Minuten Rötungen, Schwellungen und Juckreiz einstellen. Zudem kann eine Blutuntersuchung auf spezifische IgE-Antikörper Allergien nachweisen.

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Wie sehen die Behandlungsoptionen bei Allergien aus?

Die Behandlung von Allergien setzt den Fokus auf vier Aspekte:

    1. 1. Kontakt zu Allergenen meiden. Dies kann mitunter jedoch mit Schwierigkeiten verbunden sein, da bestimmte Pollen durch den Wind verteilt werden und weit von ihrem Ausgangspunkt entfernt auftreten.
    1. 2. Hyposensibilisierung: Das Immunsystem wird zu mehr Toleranz gegenüber Überempfindlichkeitsreaktionen trainiert. Das jeweilige Allergen wird in aufsteigenden Dosierungen über eine längere Zeit hinweg unter die Haut gespritzt. Ziel der Therapie ist es, das Immunsystem langsam an die allergieauslösenden Stoffe zu gewöhnen, damit es auf die eigentlich harmlosen Substanzen nicht mehr mit einer Immunantwort reagiert. Symptome und Beschwerden werden so gelindert oder bleiben gar völlig aus. Der Name der Therapie beschreibt dabei die Vorgehensweise: „hypo“ steht für weniger und „Sensibilisierung“ für die Abwehrreaktion des Körpers gegen das Allergen. Die Hyposensibilisierung bekämpft als einzige Therapie nicht nur die Symptome, sondern ihre Ursachen.
    1. 3. Behandlung mit Medikamenten: Um die Symptome von Allergien wie Heuschnupfen abzumildern, werden antiallergische Medikamente wie etwa Antihistaminika oder Mastzellenstabilisatoren eingesetzt.
    1. 4. Therapiebegleitend sind Nasenspülungen und Verhaltensänderungen wie verstärkte Hygiene und häufiges Waschen sinnvoll.

Was können Augentropfen zur Behandlung von Allergien beitragen?

Augentropfen wirken lokal und können die auftretenden Symptome direkt am Entstehungsort unterbinden. Dazu gehören Augenjucken, Augenbrennen und tränende, geschwollene oder entzündete Augen. Micro Labs bietet zwei Präparate zur Behandlung an:

  • Natriumcromoglicat Micro Labs 20 mg/ml Augentropfen, Lösung
  • Azelastin Micro Labs 0,5 mg/ml Augentropfen

Natriumcromoglicat Micro Labs 20 mg/ml Augentropfen, Lösung kann bei saisonalem Heuschnupfen oder Allergien im ganzen Jahr sowie bei einer allergischen Bindehautentzündung angewendet werden. Das Präparat wirkt vorbeugend. Die Augentropfen werden lokal am Auge eingesetzt und bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren empfohlen. Folgender Wirkmechanismus wird damit in Gang gesetzt: Natriumcromoglicat stoppt durch Stabilisierung der Mastzellen die Freisetzung von Botenstoffen, die im Auge zu einer allergischen Reaktion führen (z.B. Histamin). Indikationen sind die saisonale, allergische Konjunktivitis (Heuschnupfen) oder die perenniale, allergische Konjunktivitis, ausgelöst durch Hausstaubmilben oder Tierhaare.

Azelastin Micro Labs 0,5 mg/ml Augentropfen gelten ebenfalls als bewährte Hilfe bei saisonalem Heuschnupfen und ganzjährigen Allergien. Die Augentropfen wirken schnell und langanhaltend und können bei durch Heuschnupfen bedingter saisonaler allergischer Konjunktivitis bei Kindern ab 4 Jahren und Erwachsenen angewendet werden. Azelastin wirkt antientzündlich, antiallergisch und abschwellend und wird lokal am Auge eingesetzt. Bei Azelastin Micro Labs 0,5 mg/ml Augentropfen handelt es sich um ein Arzneimittel, das zu den Antihistaminika zählt. Sie verhindern die Wirkungen von Substanzen (wie z.B. Histaminen), die vom Körper im Zusammenhang mit einer allergischen Reaktion freigesetzt werden. Es wurde gezeigt, dass Azelastin eine Entzündung am Auge reduziert. Bei Allergiebeschwerden durch Hausstaubmilben oder Tierhaare (perenniale allergische Konjunktivitis) können Azelastin Micro Labs 0,5 mg/ml Augentropfen bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren angewendet werden.